Schräge Sache

Mist, irgendwas ging da schief, was habe ich bloß verkehrt gemacht?
Aber nein, Spaß beiseite. Der Umbau von Uli Hoffmeiers siebensaitiger J16H Ballade ist durchaus geglückt. Uli Hoffmeier wollte einen neuen Hals mit gefächerten Bünden auf dem Griffbrett ausprobieren. Bei diesem System haben die hohe e-Saite und die tiefste Bassaite unterschiedlich lange Mensuren, in diesem Fall 63 cm und 70 cm. Daraus ergeben sich die schräg stehenden Bünde.
Was auf den ersten Blick ziemlich abgefahren aussieht, ist auf den zweiten Blick gar nicht so extrem zu spielen. Man kann die ganz normalen, gewohnten Handpositionen verwenden und z.B. einen Barrégriff wie üblich rechtwinklig zum Griffbrett greifen. Man muß sich ein bischen an die verschobene Optik gewöhnen aber das dauert nicht lange.
Klanglich ist das Fächersystem ein großer Gewinn für die Bassaiten, speziell für die Siebte. Auf der normalen Gitarrenmensur fehlt der siebten Saite immer ein bischen Spannung, weil die Saitenlänge im Prinzip zu kurz für die tiefen Töne ist. Durch die längere Mensur bekommt diese Saite mehr Spannung und klingt dadurch klarer, druckvoller und knackiger. Das gilt auch für die anderen Saiten. Und deswegen könnte ich mir dieses Fächerbund-System auch gut auf regulären Sechsaitern vorstellen.
Der Tonabnehmer wird von Häussel Pickups sondergefertigt.
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